Neues aus @kolumbieninfo – Update – 23.05.2010
Veröffentlicht am 24. Mai, 2010 von Thomas Floracks.
- Eine Woche vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Kolumbien feiern die Kandidaten ihre Abschluss-Kundgebungen in mehreren Städten
- Freihandelsabkommen EU – Kolumbien wurde am 19. Mai 2010 in Madrid unterzeichnet. Milchbauern setzen Proteste fort http://bit.ly/cT08dO
- Regenzeit in Kolumbien hat bisher 18 Todesopfer gefordert, 87 Verletzte und 124 zerstoerte Wohnungen
- Den Umfragen zufolge wird die kolumbianische Praesidentenwahl am 30. Mai ein Zweikampf zwischen Antanas Mockus und Juan Manuel Santos
- Am 19. Mai wird Kolumbien ein Freihandelsabkommen mit der EU unterzeichnen. Proteste in Kolumbien kommen vor allem aus dem Agrarsektor
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Update 12.03.2010
Veröffentlicht am 11. Mrz, 2010 von Thomas Floracks.
- Die kolumbianische Regierung und andere Quellen beschuldigen ungenannten Staat die Wahlen beeinflussen zu wollen http://bit.ly/c2YvOG
- Metallica spielt heute in Bogota im “Parque Simon Bolivar” vor erwarteten 50.000 Zuschauern
- Camilo Villegas, Kolumbiens bester Golfer gewinnt das PGA Turnier “Honda Classic” in Florida und wird Nummer 12 in der Weltrangliste
- Juan Manuel Santos, ehemaliger Verteidigungsminister und enger Vertrauter Uribes, wird Präsidentschaftskandidat der Partei “Partido de la U”
- Präsident der Dominikanischen Republik vermittelt im Konflikt zwischen Uribe und Chavez um das Verhältnis beider Länder zu normalisieren
- Militärabkommen mit den USA, ein Hauptgrund für die aktuellen Verstimmungen zwischen Chavez und Uribe, wird überprüft http://bit.ly/aWSalN
- Das kolumbianische Verfassungsgericht erklärt das geplante Referendum zur Wiederwahl Uribes für verfassungswidrig http://bit.ly/cXDdyh
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Neuer Twitter Feed KolumbienInfo
Veröffentlicht am 07. Mrz, 2010 von Thomas Floracks.
Liebe Kolumbien Blog Leser,
News aus Kolumbien gibt’s jetzt auch in Twitter. Unter twitter.com/kolumbieninfo finden Sie ab sofort aktuelle Kurznachrichten aus Kolumbien mit Links zum Weiterlesen. Wir werden uns bemühen den Feed täglich auf dem neuesten Stand zu halten. Da deutschsprachige Quellen zum Thema Kolumbien rar sind, werden wir auch zu spanisch- oder englischsprachigen Webseiten linken.
Viel Spaß mit diesem neuen Angebot wünscht das Kolumbien Blog Team!
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Kolumbien 2010 – die größten Herausforderungen
Veröffentlicht am 07. Jan, 2010 von Thomas Floracks.
Konflikt mit Venezuela und anderen Nachbarn
Kolumbien ist in Südamerika politisch eher an den Rand gedrängt. Während in den meisten Ländern Südamerikas linke oder sozialdemokratische Regierungen an der Macht sind, ist die kolumbianische Regierung eher rechts der Mitte angesiedelt. Die Entscheidung den USA Nutzungsrechte und dauerhafte Präsenz in 7 kolumbianischen Militärstützpunkten zu gewähren, hat für weiteren Unmut auf dem Kontinent gesorgt. Venezuela nutzt diese Isolierung Kolumbiens aus, um den verbalen Konflikt mit dem Nachbarn zu verschärfen, wohl hauptsächlich um von den eigenen innenpolitischen Problemen abzulenken. Die Blockade kolumbianischer Güter durch Venezuela sorgt für Druck auf die kolumbianische Exportwirtschaft, da Venezuela nach den USA bisher der wichtigste Export Partner Kolumbiens war.
2010 muss Kolumbien eine weitere Isolierung innerhalb Südamerikas verhindern und den Dialog mit den Nachbarn, einschließlich Venezuelas, suchen.
Arbeitslosigkeit
Die (geschönte) offizielle Arbeitslosenquote liegt bei 10.8% (November 2009). Mehr als 2 Millionen Kolumbianer sind damit arbeitslos. Viele Menschen die nicht in der Statistik auftauchen sind “sub empleados” (unterbeschäftigt). Zusammen mit den Arbeitslosen birgt die Masse von Unterbeschäftigten sozialen Sprengstoff, da diese Arbeitsverhältnisse kein menschenwürdiges Dasein erlauben.
Wirtschaftswachstum
Kolumbien wird 2009 wahrscheinlich mit einem Wachstum zwischen 0 und 0.5% abschließen. Die damit verbundenen Steuerausfälle und der Anstieg der Arbeitslosigkeit haben das Land hart getroffen. Positiv bleibt anzumerken, dass die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise an Kolumbien im Vergleich zu anderen Ländern relativ gut davongekommen ist.
2010 sollte das Wachstum auf mindestens 3.5% steigen um weitere Steuerausfälle und einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern.
Infrastruktur
Ein ganz schlechtes Jahr war 2009 für die Infrastruktur des Landes. Nicht einmal die Autobahnen zwischen Bogotá – Girardot und Bogotá – Tunja sind fertig geworden. Andere wichtige Projekte wie der Tunnel der “Linea” (bindet die Pazifikküste schneller an Bogotá an) und die viel beschworene “Ruta del Sol”, eine zwei spurige Autobahn von Bogotá bis zur Atlantikküste sind noch immer in Planung bzw. Ausschreibung. 2010 wird es hoffentlich möglich mit diesen Projekten zu beginnen bzw. andere fertigzustellen.
Außerdem sollte schnellst möglich mit dem Bau des neuen Terminals im Flughafen in Bogotá begonnen werden. Der alte Terminal aus den 50er Jahren ist reif für den Abriss und wird wohl ersetzt werden.
In Bogotá beginnt 2010 die Planung der ersten U-Bahn Linien und die neue Transmilenio Strecke in der Calle 26 zum Flughafen sollte fertiggestellt werden.
Die FARC und die Geiseln
2009 sind die FARC geschwächt und viele Geiseln, unter anderem Ingrid Betancourt, auf militärischem und diplomatischem Weg befreit worden. Viele wichtige Führer der FARC haben 2009 ihr Leben verloren. Dennoch bleiben die FARC eine Gefahr wie der jüngste Mord an Luis Francisco Cuéllar, dem Gouverneur von Caqueta, zeigt. Aufgrund der Wirtschaftkrise musste 2009 selbst Uribes Prestigeprojekt der Sicherheitspolitik “La seguridad democratica”, der Versuch die FARC auf militärischen Weg zurück zu drängen, zurückstecken. Mit Hilfe von Sondersteuern auf hohe Einkommen und Vermögen, soll jedoch das nötige Kapital für dieses Projekt auch 2010 bereit stehen.
Quelle Foto: Flickr
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Die Kaffeezone – eine der abwechslungsreichsten Regionen Kolumbiens
Veröffentlicht am 06. Jan, 2010 von Thomas Floracks.
Dieser Artikel wurde verfasst von Cafeteratours, einem Spezialanbieter von Reisen und Tours aller Art in die kolumbianische Kaffeezone.
Die Kaffeezone, auch Triángulo del Café (Kaffeedreieck) oder Eje Cafetero genannt, befindet sich im Herzen des Andenhochlandes etwa 250 km westlich von Bogota.
Sie besteht aus den drei Departamentos Caldas, Quindio und Risaralda mit ihren Hauptstädten Manizales, Armenia und Pereira. Alle drei Städte haben eigene Flughäfen und moderne Stadtzentren.
Die Region verdankt ihren Namen dem Kaffeeanbau, der sich hier konzentriert. Von hier kommt er also her, der weltberühmte Hochland- Kaffee, der als einer der besten der Welt gilt und auf Grund seines ausgewogenen Geschmacks von Kennern mehr als geschätzt wird. Inmitten der sanften mit Kaffeepflanzen bedeckten Hügel versteckt sich eine Welt voller unerwarteter Genüsse.
Die Kaffeezone ist ein Paradies für Naturliebhaber. Sie gehört zu den attraktivsten Regionen Kolumbiens und ist damit auch ein sehr beliebtes Urlaubsziel der kolumbianischen Bevölkerung. Die Zona Cafetera ist geprägt von üppiger Natur, einer sehr reichen Vielfalt an Vogelarten und von zauberhaften, hügeligen Landschaften. Und natürlich von zahlreichen Kaffee- und Bananenplantagen, die sich an die Hänge der Berge schmiegen. In dieser Region findet man z. B. auch den Nationalbaum Kolumbiens, die so genannte Cera- Palme, die bis zu 60 m hoch wachsen kann und als die höchste Palmenart der Welt gilt.
Nationalparks, wie z.B. Los Nevados, Tatamá Nationalpark, Otún Quimbaya mit ihren atemberaubenden Schönheiten laden den Besucher zu Abenteuertouren, Extremsport, Wandern oder einfach zum Genießen ein.
Die Region bietet eine große Vielfalt an Freizeitaktivitäten:
- ein- oder mehrtägige Wandertouren im Regen- und Nebelwald
- Mountainbike-Touren
- Jeep-Touren durch die bezaubernde Kaffeelandschaft
- Reitausflüge
- Canopy über den Wipfeln des Regenwaldes
- Paragliding
- Quad Touren für Motorsportfreunde
- Golf- und Tennisspielen
- Wellness und Relaxen
- ein extravaganter Spaß sind Rundflüge über die Kaffeeregion
Die Thermalbäder Santa Rosa de Cabal und San Vicente sind umwerfend und liegen schlichtweg in paradiesischer Natur. Sie sind ideal, um einmal die Seele baumeln zu lassen. Aber nicht nur das. Diese Thermalquellen sind für ihre Heilwirkung weit über die Region hinaus bekannt.
Ein ganz anderer und besonderer Genuss erwartet ebenfalls den Besucher in der Kaffeeregion – natürlich der Kaffee! Auf zahlreichen Kaffeefarmen kann man den gesamten Kaffeeprozess kennen lernen. Angefangen vom Selbstpflücken der reifen Bohnen, bis hin zum Kaffeerösten. Der krönende Abschluss bildet das Probieren des selbst geernteten Kaffees.
Die Gastfreundlichkeit und die Warmherzigkeit der Kaffeefarmer macht es einem überhaupt nicht schwer, hier auch länger zu verweilen. Viele Kaffeefarmer bieten auf ihren typischen Fincas Übernachtungen an. Von einfach bis luxuriös reicht die Auswahl.
Was wäre die Zona Cafetera ohne die typischen Willys-Jeeps. Farbenfroh und hochbeladen mit Kaffeesäcken prägen sie das Bild rund um die Kaffeefarmen. Sie sind auch heute noch traditionelles Transportmittel in der Kaffeezone. Aber sie dienen nicht nur für die „Kaffeefahrten“, sie werden auch für den öffentlichen Personennahverkehr (zur Arbeit auf die Kaffeeplantage, von der Finca zur Rumba ins Dorf etc.) genutzt. Ein Willys hat eigentlich sechs reguläre Sitzplätze, vielleicht acht, wenn man ein bisschen zusammenrutscht. Aber wer nicht mehr reinpasst, stellt sich eben auf den Rand und hält sich gut fest.
Klimatisch gesehen liegt das Kaffee-Dreieck in abwechslungsreichen bis hin zu extremen Klimazonen. Das heißt von warmen Klimazonen des 900 m über dem Meeresspiegel liegenden Cauca-Flusses, bis hin zu eisigen Gipfeln der schneebedeckten Berge des Nationalparks Los Nevados auf ca. 5.300 m.
Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Egal ob man hier die Erholung vom hektischen Alltag sucht, ob man Lust auf Abenteuer und Action hat oder ob man außergewöhnliche Eindrücke von der faszinierenden Artenvielfalt an Pflanzen, Schmetterlingen und Vögeln sucht. Alles ist möglich in der Zona Cafetera.
Inhalt und Photos mit freundlicher Unterstützung von Cafeteratours und Colombia Travel
Titelfoto Artikel: Flickr.
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Kolumbien verpasst WM Qualifikation endgültig
Veröffentlicht am 12. Okt, 2009 von Thomas Floracks.
Nach der Niederlage gegen Chile am vergangenem Samstag in Medellin ist Kolumbien endgültig aus dem Rennen um die letzten zwei verbliebenen Plätze in der Südamerikagruppe ausgeschieden. Chile ist nach dem Sieg ebenso wie Brasilien und Paraguay sicher für Südafrika qualifiziert. Am letzten Spieltag wird es zwischen Ecuador, Uruguay und Argentinien noch einmal spannend. Die drei Mannschaften kämpfen um den 4. und 5. Platz, wobei Argentinien und Uruguay in einem kleinen Endspiel direkt auf einander treffen.
Kopf hoch Kolumbien und auf ein Neues für die WM 2014 in Brasilien, die auf dem eigenem Kontinent ausgetragen werden wird!
Quelle Foto: Flickr
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Volksabstimmung über dritte Amtsperiode des Präsidenten in beiden Parlamenten verabschiedet
Veröffentlicht am 21. Aug, 2009 von Thomas Floracks.
Update 03.09.2009:
Auch der Kongress hat den Weg für eine Volksabstimmung frei gemacht. Sollte das Verfassungsgericht keine Beanstandungen an der Rechtmäßigkeit des Verfahrens haben, steht einer Volksabstimmung über die Verfassungsänderung, die eine dritte Amtsperiode des Präsidenten erlauben würde, nichts mehr im Weg.
Schreitet Kolumbien weiter voran auf dem Weg in eine als Demokratie getarnte Diktatur (wie im Nachbarland Venezuela)? Wird die Abstimmung frei von Manipulationen sein? Würde Uribe wirklich nach einer dritten Amtsperiode aufhören?
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Ursprüngliche Nachricht, 21.08.2009:
Der Gesetzvorschlag zur erneuten Verfassungsänderung, die eine dritte Amtsperiode von Alvaro Uribe Velez erlauben würde, ist im kolumbianischen Senat verabschiedet worden. Sollte das Gesetz auch den Kongress passieren, würde es zu einer Volksabstimmung kommen, in der das kolumbianische Volk dieser Verfassungsänderung zustimmen oder sie ablehnen könnte. Allerdings wird das umstrittene Verfahren vorher noch vom Verfassungsgericht auf seine Verfassungsmäßigkeit überprüft werden.
Von der Abstimmung hatte sich die Opposition aus Protest ferngehalten, so dass das Gesetz mit 56:2 Stimmen angenommen wurde.
Die Abstimmung im Kongress ist für kommenden Dienstag angesetzt.
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Konflikt zwischen Kolumbien und den Nachbarn Ecuador und Venezuela eskaliert
Veröffentlicht am 31. Jul, 2009 von Thomas Floracks.
Die Beziehungen zwischen Kolumbien und den beiden Nachbarn Ecuador und Venezuela sind seit langem wegen der unterschiedlichen politischen Orientierung der beiden Lager angespannt. Seit Kolumbien jedoch ein Camp der FARC in Ecuador ohne Kenntnis oder Einwilligung der ecuatorianischen Regierung unter Präsident Correa bombardiert hat, hat Ecuador alle diplomatischen Beziehungen zur kolumbianischen Regierung unter Alvaro Uribe eingestellt. Auch die Beziehungen zu Venezuela sind durch diese unilaterale Aktion sehr schwierig geworden. Die kolumbianische Regierung hat Venezuela und Ecuador wiederholt vorgeworfen die Aktionen der FARC Rebellen zu unterstützen oder zumindest zu dulden, dass diese sich nach Aktionen in Kolumbien im Territorium der beiden Länder versteckten.
Die enge Partnerschaft Kolumbiens mit dem erklärten Feindbild USA ist den links-populistischen Regierungen von Chavez in Venezuela und Correa in Ecuador ein Dorn im Auge. Vor diesem Hintergrund ist es einfacher die Verschärfung des Konflikts zwischen Kolumbien und seinen Nachbarn in den letzten Wochen zu verstehen.
Venezuela hat alle diplomatischen Beziehungen eingefroren, den Botschafter aus Bogota abberufen und einen Einfuhrstopp auf kolumbianische Waren verhängt. Außerdem erwägt Chavez kolumbianische Firmen in Venezuela zu enteignen. Hintergrund sind die Ankündigung Kolumbiens die Präsenz von US amerikanischen Truppen in drei kolumbianischen Stützpunkten zu erlauben, sowie der Vorwurf der Regierung Uribes, dass das venezuelanische Militär den FARC Rebellen Waffen aus schwedischer Produktion verkauft habe.
Die Regierung Correa hat Strafzölle von über 30% auf die meisten kolumbianischen Produkte erhoben, da der kolumbianische Geheimdienst neue Videoaufnahmen präsentiert hat, die zeigen sollen, dass die FARC den Wahlkampf von Correa im Jahr 2006 finanziell unterstützt hätten. Correa bestreitet diese Angaben und sieht das Video als eine Fälschung an.
Der brasilianische Präsident Lula hat inzwischen angeboten im Konflikt zu vermitteln. In der Vergangenheit haben zumindest die verschärften Konflikte zwischen Bogotá und Caracas nie lange angedauert – aus rein wirtschaftlichen Gründen. Venezuela ist im hohen Maße abhängig von kolumbianischen Lebensmitteln, da es die Grundversorgung der eigenen Bevölkerung sonst nicht sicher stellen kann. Für Kolumbien ist Venezuela der wichtigste Handelspartner nach den USA.
Quelle Foto: Flickr
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Cartagena de las Indias – Kolonialstadt an der kolumbianischen Karibikküste
Veröffentlicht am 01. Jul, 2009 von Thomas Floracks.
Eines der Reiseziele in Kolumbien, das fast jeder Tourist besuchen wird, ist Cartagena. Die Stadt mit ihren knapp über einer Millionen Einwohnern ist zusammen mit San Andres das beliebteste Reiseziel in Kolumbien – mehrere Millionen Touristen besuchen Cartagena jedes Jahr und über 150 Kreuzfahrtschiffe machen auf ihrer Tour durch die Karibik im Hafen Halt. Cartagena hat viel zu bieten: eine gut erhaltene Stadtmauer und koloniale Altstadt, die von der UNO zum Weltkulturerbe erklärt wurden, eine moderne Neustadt mit unzähligen Hotels und Ferienwohnungen, ein attraktives kulturelles Angebot und viele Ausflugsziele und Strände in der näheren Umgebung.
Cartagena erlangte seine Bedeutung wegen der Bucht von Cartagena, eines beinahe perfekten, natürlichen Hafens. Während der Kolonialzeit war Cartagena einer der wichtigsten Stützpunkte der Spanier um Gold und andere Schätze nach Europa zu transportieren. Zur Verteidigung wurde die Innenstadt mit einer Stadtmauer geschützt und das “Castillo San Felipe” errichtet, um den Hafen und den Landweg zu kontrollieren. Trotzdem wurde Cartagena in Kriegen und Piratenangriffen mehrmals zerstört.
In der Geschichte Kolumbiens spielt Cartagena eine so zentrale Rolle, dass der Stadt eine eigene Strophe in der Nationalhymne gewidmet wurde. 1815 begann in Cartagena die “Reconquista”, der Versuch der spanischen Krone die abtrünnigen Kolonien zurück zu erobern. Während der dreimonatigen Belagerung durch die spanische Armee, starb ein Großteil der Bevölkerung Cartagenas an Hunger und Seuchen. Doch anstatt sich zu ergeben, flohen die wenigen Überlebenden in 14 Schiffen und gaben die Stadt auf. Wegen der Opferbereitschaft der Bevölkerung wird Cartagena in Kolumbien auch “La Heróica” (die Heldenhafte) genannt. [...]
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Arepas und ihre Varianten – Kolumbianische Küche Teil 2
Veröffentlicht am 15. Jun, 2009 von Thomas Floracks.
Die Arepa ist ein runder Fladen der aus Maismehl oder einer Maismasse hergestellt und anschließend gebraten, frittiert oder gebacken wird. Die Arepa ist ein traditioneller Bestandteil der kolumbianischen Küche ebenso wie im Nachbarland Venezuela. Arepas gibt es in unzähligen Formen und Zubereitungsarten, als Beilage, als Hauptgericht oder als Finger Food.
Um sich im Dickicht der Arepas und ihrer Zubereitungsarten zurechtzufinden ist es am einfachsten sie nach Regionen einzuteilen. Die einzelnen Arepas unterscheiden sich hauptsächlich in den Zutaten, die für die Herstellung der Masse oder des Teigs benutzt werden und ihrer Verwendung in der jeweiligen regionalen Küche:
Arepa Costeña
An der kolumbianischen Karibikküste werden Sie mit einem besonders fettigem Vertreter konfrontiert werden, der Arepa con huevo (Arepa mit Ei), die gerne zum Frühstück gegessen wird. Eine rohe Arepa wird in Fett frittiert, ungefähr zur Hälfte des Garvorgangs aus dem Fett genommen und dann wird ein kleines Loch in die Arepa geschnitten. Die Schwierigkeit ist nun diese halbgare Arepa mit einem rohen Ei zu füllen. Dazu wir eine Seite der Arepa mit heißem Fett übergossen, so dass sie sich die fritierte Außenseite von der noch rohen Masse im Inneren löst. Nun wird das rohe Ei in diesen Hohlraum gegeben und die Arepa im Fett solange frittiert bis die Masse und das Ei gar sind. In Cartegena werden diese frittierten Arepas morgens am Strand unter dem Namen “Fritos” (Fritiertes) verkauft. Ein herrliches Frühstück, das man sich nicht entgehen lassen sollte -allerdings nichts für Leute mit schwachem Magen. [...]



